wordpress schneller machen

Die Schnelligkeit einer WordPress Webseite ist ein Punkt, der nicht vernachlässigt werden sollte, denn er wirkt sich massiv darauf aus, wie lange die Nutzer auf den jeweiligen Seiten bleiben. Bei einer langsamen Ladegeschwindigkeit verabschieden sich die meisten Besucher wieder sehr schnell.

Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor

Schon seit dem Jahr 2015 ist die Geschwindigkeit darüber hinaus auch ein Google Rankingfaktor und damit ist sie auch im SEO-Bereich ein ausschlaggebender Punkt. An stationären Endgeräten, wie einem PC, nehmen die Nutzer vielleicht unter Umständen noch einige Sekunden Ladezeit in Kauf, besonders wichtig ist es allerdings, dass deine Webseite auf mobilen Endgeräten mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit lädt.

Dadurch, dass die Internetverbindung auf mobilen Geräten generell schon wesentlich langsam ist, sollten wenigstens die Seiten an sich hinsichtlich ihrer Ladegeschwindigkeit optimiert sein.

Wenn du eine WordPress Webseite besitzt und diese schneller laden lassen möchtest, findest du im folgenden Artikel wichtige Tipps, wie du dieses Vorhaben in die Tat umsetzen kannst

Geschwindigkeit-Test deiner WordPress Webseite

Der Einfluss der Ladezeit einer WordPress Webseite ist groß. Wenn pro Tag mit einer Seite 100.000 Euro Gewinn generiert werden können, kann eine längere Ladezeit von nur einer Sekunde bereits große Auswirkungen haben. Durch die steigende Zahl der schnell wieder abspringenden Besucher kann das im Jahr einen Gewinnverlust von rund 2,5 Millionen Euro bedeuten.

Damit im Anschluss festgestellt werden kann, ob die Optimierung der Geschwindigkeit überhaupt von Erfolg gekrönt war, ist es nötig, im ersten Schritt die aktuelle Ladegeschwindigkeit der Webseite zu überprüfen. Dafür gibt es im Internet kostenlose Werkzeuge, welche die Ladezeit der Seite bewerten.

Google PageSpeed Insights testen

Mit dem Tool PageSpeed Insights kannst du einen hervorragenden Speedtest für  deine WordPress Webseite durchführen. Bei dem Tool wird dir ein Wert zwischen 0 – 100 angezeigt und umso höher der Wert, umso besser ist deine Webseite optimiert.

PageSpeed-Insights Speedtest

PageSpeed Insights zeigt dir auch direkt an, durch welche Elemente auf der Webseite die Ladezeit verlangsamt wird. Auch ist es möglich, die unterschiedlichen Werte für die Desktop und für die mobile Version angezeigt zu bekommen. So kannst du eine gute Unterscheidung vornehmen, wodurch die höhere Ladezeit auf den verschiedenen Endgeräten verursacht wird.

Und das Beste bei PageSpeed Insights ist, dass du auch noch Empfehlungen bekommst wie du deine Seite optimieren kannst. Alles was du dann machen solltest, ist diese Tipps auch umzusetzen. Dadurch kannst du die Geschwindigkeit deiner Webseite verbessern.

PageSpeed-Insights Empfehlungen

Ein schlankes WordPress Theme verwenden

Noch bevor es an die Optimierung der eigentlichen Ladegeschwindigkeit der Webseite geht, solltest du einen näheren Blick auf das Theme werfen, das du verwendest. Besonders kostenpflichtig Themes stecken voll so vieler Funktionen, dass sie regelrecht überladen sind.

Die Optik und Wirkung dieser Themes mag zwar sehr ansprechend sein, allerdings haben sie oft negative Auswirkungen auf die Ladezeit der Webseite. Auch, wenn viele Themes eine Vielzahl an praktischen vorgefertigten Elementen und viele Möglichkeiten bieten, so ist es hinsichtlich der Geschwindigkeit besser, wenn Du dich für eine schlankere Theme-Version entscheidest.

Die Datenbank bereinigen

Die Datenbank zu bereinigen ist das erste was du tun kannst, um die Geschwindigkeit deiner WordPress-Webseite zu verbessern. Mit der Zeit sammelt sich in der Datenbank ganz schön viel an, besonders, wenn regelmäßig Artikel veröffentlicht werden.

Durch die automatischen Revisionen entsteht besonders viel Datenbank-Ballast. Während ein neuer Artikel geschrieben wird, speichert WordPress nämlich den aktuellen Stand in kurzen Intervallen immer wieder ab.

Alle Revisionen werden dabei gespeichert, wodurch im Laufe der Zeit ein großer Ballast an Daten entsteht, der sich auf die Ladegeschwindigkeit negativ auswirkt.

WP Optimize Plugin

Aufgeräumt werden kann dieser Ballasthaufen durch spezielle Plug-Ins von WordPress, wie beispielsweise WP-Optimize.

wp optimize

Durch dieses Plug-In kannst du darüber hinaus auch Spam-Kommentare löschen. Nachdem die Optimierungen durch das Plug-In ausgeführt wurden, kann die Anzahl der Revisionen, die zukünftig gespeichert werden sollen, von dir manuell festgelegt werden.

Es kann darüber hinaus in der Premium Version festgelegt werden, dass die Bereinigung der Datenbank in regelmäßigen Abständen automatisch erfolgt.

Die Bilder optimieren

Hinsichtlich der Ladezeit deiner Webseite spielen die Bilder eine sehr entscheidende Rolle. Denn, Bilddateien haben in der Regel immer eine entsprechende Größe. Wenn sie nicht korrekt genutzt werden, kann dies zu einer massiven Verlangsamung der Seite führen.

Um die Bilder schon vor dem eigentlichen Hochladen zu optimieren, kannst du ein Bildbearbeitungsprogramm nutzen. Die Maße können in diesem einfach und unkompliziert reduziert werden.

Wenn Stockphotos genutzt werden, sind die Dateien nach dem Download oft besonders groß. Hier kannst du die Pixelgröße der einzelnen Bilder so wählen, wie sie später auf deiner Webseite verwendet werden sollen.

Bilder optimieren

Wenn du keine Reduzierung der Pixel vornimmst, dann wird ein Bild in seiner vollen Dateigröße hochgeladen, allerdings nur in einem Drittel genutzt. Auf deiner Seite wird es somit in der von dir festgelegten Größe angezeigt, das Laden erfolgt allerdings in voller Größe und somit in einer langsamen Geschwindigkeit.

Viele Bildbearbeitungsprogramme lassen den Nutzern die Wahl, in welcher Qualitätsstufe ein Bild abgespeichert werden soll. Um ein Bild online gut darzustellen ist es in der Regel nicht nötig, die höchste Qualitätsstufe auszuwählen.

Qualitäten zwischen 60 und 80 Prozent sind hier ausreichend, damit das Bild scharf und klar angezeigt wird. So kann bei der Datengröße viel eingespart werden.

Ebenfalls sind Plug-Ins verfügbar, die es möglich machen, Bilder während des Hochladens automatisch und vor allem verlustfrei zu verkleinern. So kannst du sehr viel Dateigröße einsparen, besonders wenn auf deiner WordPress-Seite viele Bilder vorhanden sind. Das Plugin meiner Wahl ist hier: wp-smushit

In der Regel ist es so, dass sobald eine Seite aufgerufen wird, dort alle Bilder geladen werden – unabhängig davon, ob diese direkt sichtbar sind oder erst zu ihnen gescrollt werden muss.

Es macht allerdings wesentlich mehr Sinn, wenn deine Bilder nur bei Bedarf geladen werden. Auch hierfür gibt es ein praktisches Plug-In (Crazy Lazy), durch welches dies automatisch funktioniert.

Codes reduzieren und optimieren

Deine Plug-Ins, dein Theme und WordPress an sich lassen ganz schön viele unterschiedliche Programmiercodes zusammen kommen. Mit der Länge jedes dieser Codes steigt die Zeit die der Browser benötigt, um ihn zu lesen. Wenn die Codes reduziert werden, wirkt sich dies positiv auf die Ladegeschwindigkeit deiner Seite aus. Glücklicherweise gibt es auch dafür ein praktisches Plug-In, sodass du keine Angst vor einer komplizierten Programmier-Arbeit haben brauchst.

autoptimize

Das Plug-In, das dazu nötig ist, heißt Autoptimize. Dieses muss einfach nur aktiviert werden und dann in den Plug-In Einstellungen die Haken bei JavaScript, CSS und HTML optimieren gesetzt werden.

Damit werden die Dateigrößen extrem reduziert. Innerhalb der Codes werden zum Beispiel alle Leerzeichen gelöscht, wodurch viel Platz eingespart wird.

Auch unterschiedliche Dateien werden durch das Plug-In zusammengefasst. So kann die Anzahl der nötigen Abfragen erheblich reduziert werden.

Das Nutzen von Caching

Für das Caching ist ebenfalls ein Plug-In verfügbar, wodurch du die Ladegeschwindigkeit deiner WordPress-Seite verkürzen kannst. Der Begriff Caching bedeutet, dass von allen Seiten der Webseite statische Versionen statt dynamischer angezeigt werden. Durch die verfügbaren Plug-Ins wird es für dich ein absolutes Kinderspiel, Caching auf deiner WordPress-Seite zu nutzen.

Bei den Plug-Ins für das Caching hast du die Wahl zwischen W3 Total Cache und Cachify.

Cachify Plugin

Cachify Plugin

Der Quellcode von Cachify ist besonders ordentlich und sauber. Es ist nicht nötig, tausend unterschiedliche Einstellungen mühevoll durchzugehen, sondern du kannst mit nur ein paar kleinen Klicks direkt mit dem Cachen beginnen. Die unterschiedlichen Methoden kannst du einfach für dich ausprobieren und schauen, welche die größten Auswirkungen auf die Ladezeit deiner Webseite hat. Ds Plugin kannst Du hier herunterladen.

W3 Total Cache Plugin

W3 Total Cache Plugin

Das volle Paket bietet dagegen W3 Total Cache. Die Möglichkeiten an unterschiedlichen Einstellungsoptionen sind hier besonders vielfältig. Allerdings solltest du bei diesem Plug-In bereits ein wenig Ahnung von der Materie haben, denn bei den Einstellungen können durchaus auch Dinge schief gehen. Das Plugin W3 Total Cache kannst Du hier herunterladen.

Pingbacks und Trackbacks ausschalten

Standardmäßig interagiert WordPress über Pingbacks und Trackbacks mit anderen Blogs. Jedes Mal, wenn ein anderer Blog Deine Seite erwähnt, benachrichtigt er Deine Website, die ihrerseits die Daten des Beitrags aktualisiert. Wenn Du diese Option deaktivierst, gehen die Backlinks zu Deiner Website nicht verloren.

Wie deaktiviere ich die Pingback-Funktion?

Zu dem Thema Pingbacks und Trackbacks habe ich bereits ein Artikel geschrieben. Wenn Du die Pingback Funktion deaktivieren möchtest, dann schau dir mal den folgenden Artikel an.

WordPress Pingbacks und Trackbacks

Die Ladegeschwindigkeit optimieren – Fazit

Sowohl im Bereich des SEO als auch bei der generellen Nutzerfreundlichkeit deiner Webseite spielt die Ladegeschwindigkeit eine äußerst wichtige Rolle. Du solltest in Zukunft nicht mehr riskieren, Besucher wegen einer zu langsamen Webseite zu verlieren.

Dadurch, dass für nahezu jedes Problem eine praktische Lösung in Form eines Plug-Ins bereits steht, hält sich die Arbeit für die Optimierung der Ladezeit deiner Webseite sogar in Grenzen. Wenn du alle Tipps befolgt hast, führe erneut einen Speed-Test deiner Seite durch – du wirst mit Sicherheit erstaunt sein, welche gravierenden Auswirkungen die Optimierungen haben.

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